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About Varied / Hobbyist Member Merlok122/Male/Germany Recent Activity
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Blitz und Stahl: Ferrus

Etwas mehr als 300 Meter über Rishu begann grade ein anderes Leben eine sehr frühe doch entscheidende Wendung zu einzuschlagen. Oben in der Kronenstadt lebte der Adel von Kaath. Für Außenstehende schienen sie ein homogener Haufen aufgedunsener Säcke zu sein, doch das Herrschaftssystem von Kaath war durchaus komplexer als es der erste Eindruck vermitteln mochte.

Der Adel unterteilte sich grob gesehen in die zwei großen Häuser des Stahladels, der die Fabriken besaß, und des Goldadels, welcher die Handelshäuser unter seiner Kontrolle hatte. Die beiden Häuser stellten aber eher einen losen Zusammenschluss einer Interessengruppe da und intern kämpften die einzelnen Familien ihre Machtkämpfe.
Durch eiserne Härte und einen Sinn fürs Geschäft schaffte es Angor vom Haus Feir bereits in jungen Jahren viele Unterstützer in beiden Häusern um sich zu scharren und bestieg schließlich vor 15 Jahren den Thron. Er war der erste König aus den Reihen des Stahladels seit über 150 Jahren.

Ferrus war der jüngste Spross des Stahladels, als Sohn von Angor, dem aktuellen König von Kaath würde er eines Tages den Thron besteigen und eine Dynastie damit einleiten. Gewaltige Reichtümer warteten auf ihn, vier der größten Fabriken von Kaath und riesige Ländereien gehörten dem Haus Feir. Doch viele beäugten den Thronfolger mit Argwohn, es war sein Aussehen was sie stutzig machte.

Ferrus hatte klare silberne Augen hinter denen ein scharfer Verstand zu keimen schien und in denen die Pupille wie ein tiefes schwarzes Loch wirkte. Seine Haare waren hellgrau wie blanker Stahl und seine Haut war bleich.

Er war kaum ein halbes Jahr alt und wie die meisten Kinder war er von einem großen Entdeckungsdrang erfasst, lediglich die Kulisse war anders als bei den restlichen Kindern seines Alters. Jede Ecke seines weitläufigen Kinderzimmers kannte er inzwischen. Neugierig tastete er die Ornamente der importierten Möbeln an denen er vorbei kam ab, während er durch von Wand zu Wand krabbelte. Bereits einige Male wurde Ferrus bei seinen Entdeckungsreisen auf den Palastkorridoren gefunden worden, obwohl das Dienstpersonal beteuerte abgesperrt zu haben.

Seitdem passten den Großteil des Tages meist mehrere Mägde auf ihn auf, seinen Vater bekam er aber weiterhin praktisch nie zu Gesicht. Seine Mutter jedoch würde ihm auf ewig unbekannt bleiben, wahrscheinlich war sie eine der zahlreichen Konkubinen. Später ging Ferrus davon aus, dass sie nach seiner Geburt aus der Kronenstadt verbannt wurde.

Der Großteil des Dienstpersonal lebte in den Wirtschaftsgebäuden im Süden und nur die wenigsten von ihnen hatte die Kronenstadt je verlassen. Etliche Familien standen seit Generationen im Dienste des Adels von Kaath, es ist ein Stand in den man hineingeboren wird, ähnlich dem Adel selbst.
Nur selten wurden Leute von außen „dazugekauft“ und dann waren es meist Künstler oder Lehrer.

Eloni war keins von beidem, aber sie war froh mit dem Los das sie gezogen hatte. Sie hatte eine sichere Arbeitsstelle, immer ein Dach über dem Kopf und sie hatte einen netten Jungen namens Beris in der Schmiede kennengelernt. Sie war eine junge Dienstmagd, die hauptsächlich als Kindermädchen arbeitete.

Es war noch früh Abends, doch die Wolken hatten den Himmel derart verdunkelt, dass es genauso gut Nacht hätte sein können. Eloni hatte etwas Brot und eine dicke Scheibe gebratenen Speck aus der Küche mitgehen gelassen und aß sie ruhig während sie Ferrus auf dem Schoß hielt und leicht hin und her wippte.
Heute war sie alleine, es gab mal wieder ein Gelage und jede helfende Hand wurde gebraucht.
Verträumte schaute sie aus dem Fenster an dem die Regentropfen langsam runter liefen.
Als sie aufgegessen hatte legte sie den Teller und das Messer auf den kleinen Tisch neben sich.
Ohne auf den jungen Prinzen zu achten verfiel sie in einen Tagtraum, bis sie etwas hölzernes an der Seite traf. Ein Messergriff.

Noch bevor sie reagieren konnte hatte Ferrus schon die Klinge des Messer mit seiner Hand umschlossen. Doch nichts passierte, kein Blut, kein Schmerz, Ferrus lachte nur mit kindlicher Freunde. Er hielt das Messer fest in seiner rechten Hand und schwang es in kreisenden Bewegungen während er vor sich hin lachte. Sie glaubte ein Geräusch zu vernehmen, ganz leise, kaum merklich, mehr ein Gefühl in der Magengegend als ein wirkliches Geräusch, ein metallisches Knarzen, kaltes Eisen das sich gegen seinen Willen einer größeren Kraft beugen muss und verbiegt.

Sie wusste nicht wie sie handeln sollte, es ihm einfach nur aus der Hand zu ziehen war keine Option, wenn er dabei einen Finger verlieren würde, würde sie ihren Kopf verlieren.
Eloni brauchte einen Moment bis sie selbst feststellte, dass sie sich vor Panik kaum bewegen konnte und ihre Hände und Stirn von einer Flutwelle aus Angstschweiß überrollt wurden.
„Was mach ich jetzt nur?“ wiederholte sie wieder und wieder in ihrem Kopf
Zu ihrer eigenen Überraschung gab Ferrus ihr das Messer kurz darauf freiwillig freudestrahlend zurück und ihr fiel ein riesiger Stein vom Herzen.

Eloni konnte kaum glauben was sie sah.
Die Klinge hatte sich exakt den Fingern des Jungen angepasst, doch fehlte ihr an den eingedrückten Stellen das matte Schimmern wie beim Rest der Klinge, stattdessen erinnerten diese Stellen eher an unbearbeitetes Metall, wie es in kleinen Barren in der Schmiede lag.
Ferrus schien sich nicht weiter für das Messer zu interessieren und von jetzt auf sofort von der Müdigkeit übermannt worden zu sein.
Eloni legte ihn vorsichtig in seine Kinderkrippe und blies, während sie nach draußen ging die Lichter nacheinander aus.

Sie beschloss den Vorfall zu ihrer eignen Sicherheit für sich zu behalten
Blitz und Stahl: Rishu

In der Dunkelheit schienen die Augen des Babys wie kleine Sterne zu leuchten. Ein fahles, aber doch sehr klares und eiskaltes blau ging von ihnen aus. Sie wusste nicht was das zu bedeuten hatte, könnte das Kind vielleicht krank sein? War das der Grund warum es dort gelegen hat?

Sie schüttelte die Gedanken ab und versuchte so schnell wie möglich zu den anderen aufzuschließen. Etwa 200 Meter vor der Senke hatte sie ihre Gruppe wieder eingeholt. Mical trug beide Säcke und warf Namia einen vorwurfsvollen Blick zu. Die anderen drei sagten nicht und versuchten möglichst unauffällig zu bleiben.
„Als ob wir nicht schon genug Probleme hätten...“ sagte Mical während wieder weiter ging
Namia wusste, dass ein Streit sinnlos wäre, also folgte sie ihm stillschweigend.

Sie waren noch nicht richtig im Sammelbecken angekommen als ihnen bereits Brynja engegen kam.
Sie war die zweitälteste der Gruppe und so was wie die Übermutter geworden. Sie konnte gut nähen und kochen, weswegen sie sich um alles in der Senke kümmerte, außerdem war viel zu auffällig. Sie war groß, hatte rote Haare und grüne Augen, ähnlich wie die Nordländer die jeden Sommer in die Stadt kamen.
„Wie war die Ausbeute?“
„Lief alles glatt, wir haben genug für ein paar Tage, aber wir haben jetzt wohl ein weiteres Maul zu stopfen“ sagte Mical und zeigte zu Namia
Langsam gingen sie die Rampe hoch.
Mical füllte die Lampen mit dem gestohlenen Öl wieder auf, die meisten von ihnen waren schon aus gewesen. Langsam füllte sich die Senke mit orangenem Licht. Roald und die anderen beiden begannen derweil das Essen möglichst gleichmäßig zu verteilen.

„Ihre Haare sind ja weiß“ erschrak Brynja als das schwache Licht der hell genug geworden war.
„Ich weiß... glaubst du sie ist krank?“
„Keine Ahnung, sie wirkt mal nicht so“
Brynja nahm Namia das kleine Kind ab und setzte sich zu dem Rest der Kinder. Sie hatten auch etwas Milch mitgehen lassen und Brynja stillte sie damit, während der Rest langsam zu essen begann. Draußen schien inzwischen ein richtiger Sturm zu toben denn über ihnen wurde das Rauschen des Regens zunehmend lauter und die ersten Tropfen kamen durch die Nebenkanäle und Kanalgitter langsam in das Hauptbecken. Donnergrollen hallte durch die Kanäle und gab ein unheilvolles Echo von sich, all dies schien das Baby jedoch nicht zu stören, im Gegenteil sie lachte und freute sich sogar anscheinend über den Lärm.

„Hat sie denn einen Namen?“ fragte Brynja während sie selber anfing zu essen
„natürlich nicht, woher soll sie den denn haben?“ antwortete Namia ohne aufzuschauen
„Sie braucht aber einen Namen“
„Das ist mir schon klar, aber lass uns das nach dem Essen machen“
„Wie wär's mit Rishu?“ Sagte ein kleiner Junge, der ihnen gegenüber saß
Sein Name war Jocef und er war der jüngste der Gruppe, anders als der Großteil der Rattenkinder hatte er seine Eltern aber noch kennengelernt. Sie kamen jedoch vor etwa einem Jahr während eines großen Feuers im dunklen Bezirk um und so landete er schließlich hier.
Er war noch zu jung um wirklich raus zu gehen und so half er Brynja und Mical bei den Arbeiten in der Senke so gut es ging. Sein kindlicher Optimismus stand im krassen Kontrast zu der rauen Welt in der sie alle lebten und heiterte den Alltag etwas auf.

„Wieso denn ausgerechnet Rishu?“ fragte Mical, der neben ihm saß
„Ich wollte schon immer eine kleine Schwester mit dem Namen haben“ Ein kleines Lächeln machte sich auf Jocefs Lippen breit
„Also ich find den Namen schön“ sagte Brynja und stupste die Nase das Kindes leicht an
„gefällt dir Rishu?“ sagte sie und das Baby lachte
„Ich glaube das heißt ja“ sagte Namia und bezweifelte, dass Rishu auch nur das geringste Verstanden hatte
30 days drawing challenge day 2 reference by Merlok1
30 days drawing challenge day 2 reference
Original by Marcus J. Ranum I couldn't find a link to the picture itself :/

The challenge:
artist-advice.tumblr.com/post/…

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So die Zusammenarbeit zwischen mir und Sany ist seit gut 3 Wochen endgültig vorbei, mit anderen Worten, Feuerblut liegt erneut auf Eis.
Allerdings hatte ich dadurch die Möglichkeit alles erneut zu überarbeiten und zu verbessern, ich bin noch nicht fertig, aber der Zwischenstand gefällt mir echt gut.
Da ich auch im dA Forum keinen Zeichner gefunden habe und mich auch nicht mehr in die Menschenlose Einöde des Mangaka-forums wage ist das hier auch noch so ne Art Zeichnersuch-aufruf.
Wer interessiert ist oder vielleicht auch nur einen Zeichner kennt; es wäre nett wenn ihr euch melden würdet.

So weiter im Text:
Youtube geht bald wieder los und zwar richtig, zwar jetzt mit Skript und Schnitt aber mit genauso viel Herzblut, Improvisation und Verzweiflung wie zuvor.
Als erstes Thema habe ich mir Fantasy vorgenommen, über ihre Vorteile, warum es das perfekte Anfängergenre ist und was es da meiner Meinung nach zu beachten gilt.
Das Video kommt vorraussichtlich ende nächster Woche

Ich hab mir Sai besorgt, also wirds vorraussichtlich bald auch digitale Bilder von mir geben :D

Mehr gibts eigentlich nicht zu sagen... hatte selber mehr erwartet xD
  • Mood: Artistic
  • Listening to: Mitch Murder Enter the Fury
  • Reading: DMZ (again)
  • Watching: nothing
  • Playing: Guild Wars 2
  • Eating: nothing
  • Drinking: nothing

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Comments


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:iconchyana:
Chyana Featured By Owner Sep 24, 2014  Student Digital Artist
thx for the faveee (/*3*)/
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:iconmerlok1:
Merlok1 Featured By Owner Sep 27, 2014  Hobbyist General Artist
no problem :3
Reply
:iconleanasart:
LeanasArt Featured By Owner Sep 18, 2014  Hobbyist Traditional Artist
Thanks for faving my art! I appreciate it^^
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:iconjennuitte:
Jennuitte Featured By Owner Aug 24, 2014  Student Digital Artist
Deine Zeichnungen sind GEIL 
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:iconmerlok1:
Merlok1 Featured By Owner Aug 27, 2014  Hobbyist General Artist
vielen Dank :D
Reply
:iconcurseofjademidnight:
CurseOfJadeMidnight Featured By Owner Aug 18, 2014  Hobbyist Traditional Artist
Thank you for the :+fav:!!
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:iconmerlok1:
Merlok1 Featured By Owner Aug 20, 2014  Hobbyist General Artist
no problem :D
Reply
:iconveskavision:
Veskavision Featured By Owner Aug 18, 2014  Student Writer
Hei, danke für das watch und übrigens, sehr sehr geiler Musikgeschmack.
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:iconmerlok1:
Merlok1 Featured By Owner Aug 20, 2014  Hobbyist General Artist
danke ^^
Bin auf Sólstafír auf nem kleinen Konzert in Saarbrücken gestoßen, ich fahr dieses Jahr nach Köln um die Live mit den neuen Songs von Ótta zu sehen ^^
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